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TED Talk of the Month – April

Viele Junge Leute denken zuerst an ihren Lebenslauf und dann an alles andere, es wird uns auch von früh auf eingetrichtert so schnell wie möglich mit der Schule fertig zu sein, Studium beginnen, in der Regelstudienzeit fertig zu werden und dann schnell den Traumjob ergattern. Ich selbst habe mich dabei ertappt über ein sehr attraktives Angebot nachzudenken, dessen Konditionen aber mit meinem Leben vollkommen ausgeschlossen waren. Persönlich gesehen wäre es für mich eine Katastrophe gewesen nach Warschau zu ziehen, neben dem Fakt, dass ich alles andere als Polnisch kann, ich ein sehr geringes Interesse habe dort zu wohnen und ich meine neue Wohnung mit Freund hätte aufgeben müssen (Fernbeziehung funktioniert nicht.), habe ich dennoch ernsthaft darüber nachgegrübelt ob ich das Angebot annehmen sollte.

Denn es hätte meiner Karriere einen sehr starken Push gegeben

Aber ist es das Wert? Meine Antwort war hier natürlich „Nein“, außer dem Titel und dem Karrierepush hätte mich diese Stelle finanziell und persönlich vernichtet und das war es mir wirklich nicht Wert. Dennoch treffen viele junge Menschen Entscheidungen nur nachdem, wie ihr Lebenslauf aussieht und was das alles für ihre Karriere bedeutet und genau darum geht es in unserem TED Talk of the Month.

TED Talk David Brooks: Solltest du für deinen Lebenslauf arbeiten … oder für deinen Nachruf?

Zunächst führt Brooks den Unterschied zwischen Nachruf Werten und Lebenslauf Werten aus. Was möchte man in seinem CV stehen haben und was in seinem Nachruf? Dabei kann man diese Sachen in 2 Personas aufteilen: Person 1 – die Karriereperson und Person 2 – die echte Person. Möchte man in seinem Nachruf nur von Person 1 hören oder das deine Lieben Person 2 kennen und lieben.

Dabei ist es wichtig zu sagen, dass Person 1 auf deine Stärken aufbaut und Person 2 oftmals gegen die Schwächen ankämpft. Wir Leben in einer Gesellschaft die fast nur Person 1 akzeptiert, eine Person die nur ihre Stärken zeigt und auf diesen aufbaut, immer das Beste zeigen, besonders auch auf Social Media. Dabei ist es wichtig Person 2 nicht zu vernachlässigen oder komplett zu vergessen. In unserem sozialen Gefüge ist es oft wichtiger was man gemacht hat, statt darzustellen wer man ist. Und wenn man sich diesem Druck fügt, dann wird man zu einer Person die sich selbst nicht kennt und nur für seinen Lebenslauf arbeitet. Die Frage ist hier jedoch: wird man dadurch glücklich?

Hintergrund des Ganzen ist natürlich die Priorisierung des Alltags für jeden Einzelnen. Was sieht man als Glück an? Ist es 100% vom Job abhängig oder zieht man andere Dinge genau diesem vor? Arbeitet man nur um dann wirklich Leben zu können wie man es möchte?

Das mag für jeden anders sein. Persönlich habe ich für mich, nachdem ich mir ein Duales Studium nur für meinen Lebenslauf angetan habe, dass der Job für mich auf jeden Fall eine wichtige Position hat, es aber nicht ausschließlich für mein eigenes Glück verantwortlich ist. Mein Glück entsteht aus einer Vielzahl an Dingen, unter anderem meiner Umgebung, meiner Möglichkeit meine Interessen auszuleben, meiner Beziehung und der Möglichkeit mein Leben frei zu gestalten.

Dieser TED Talk of the Month soll etwas zum nachdenken anregen, welche Prioritäten setzt ihr und aus welchem Grund? Ist es vielleicht an der Zeit über das CV hinweg zu sehen?

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